Bis das hier fertig ist: Hanjos (fast nur-)Schafblog

2. Mai 2010: Noch schnell ein Bild, bevor der Löwenzahn morgen weggepflegt wird. Irgendwann vor 10 Tagen kam der Frühling dann doch; nach ein paar trockenen Wochen mit viel Sonne, aber auch Nachtfrösten ist jetzt alles explodiert. Die Lammzeit ist vorbei: 5 Mädels, 1 Böckchen – weniger als ich gedacht hatte, aber dafür sind alle gesund und komplikationslos zur Welt gekommen (zwischen 9. und 23. April).
Der alte Reitplatz ist endgültig abgebaut, der Zaun zum Bach hin erneuert, das nächste Vorhaben ist der Melkstand. Am 1. Juni soll es losgehen mit der Milch.

21. März 2010: Schon wieder in der schönen Tradition des Quartalbloggens. Aber was soll’s. Der Frühling ist, na ja, so zaghaft da. Die Zeit der Aussaat, der Lämmer, des Draußenlebens naht. Nach drei Monaten Schnee draußen noch alles schmutzig-grau zuerst, langsam drängt das Grün durch, da blitzen Tropfen auf zartem Krokus und Schneeglöckchen und der Holunder treibt auch schon. Die Schafe werden dick und dicker. Und diese Homepage bleibt dauerhaftes Provisorium, wie seit 12 Jahren schon.
18. Dezember 2009: Fast sind wir fertig - nach 100 Metern Hecke sind noch 100 Meter Zaun dazugekommen, um Hecke und Inas künftigen Garten vor den wolligen Genossen zu schützen. Die Heuraufe muss noch vergrößert werden. Die Herde ist längst wieder beisammen, die Böcke beschürzt, Bocko-neu heißt übrigens »Onno«; Bocko-eins bleibt Bocko-eins, bis er in die Gefriertruhe umzieht (ca. März 2010). Ich hab jetzt Urlaub und kann hoffentlich bequem neben den Weihnachtsvorbereitungen die restlichen Bauten erledigen.
Was für ein Jahr! Aber das konntet Ihr ja selbst nachlesen.
10. November 2009:Das Gras wird weniger, wächst kaum noch nach, aus Holstenniendorf bekomme ich fünf Rundballen feinstes Heu, und wie immer auf den letzten Drücker baue ich endlich den Pferdestall für die Schafe um; bislang hatte ich die Wände meines alten Unterstands als provisorische Trennwand zwischen Schafen und Material eingezogen. Jetzt aber gibt es Heuraufen, eine kleine Krankenbox und eine zweite, etwas größere Box, die vom bereits vorhandenen Hinterausgang des Stalls erreichbar ist. Also kann ich die Herde bequem teilen, wie zurzeit die fünf, die mit Bocko-neu verkuppelt sind und vorne rausgehen, und die vier, die nicht gedeckt werden und hinterm Stall ihr Plätzchen haben. Im Stall sagen sie sich durch’s Gattertürchen »Gute Nacht«.
Und das Heu ist auch untergebracht: Was für ein Luxus, direkt vom Ballen in die Raufen zu forken. Kein in Säcke packen, über die Koppel schieben, in Wind und Wetter arbeiten wie letztes Jahr, geschweige denn erstmal einen Kilometer anreisen wie im Jahr davor. Wir sind auf einem guten Weg. Fehlen im Stall noch ein bisschen Bodenbefestigung für Klauenschnitt und Schur und weitere kleine Details.
Herbstzeit, Pflanzzeit. Es wird. Mehr als einhundert Meter Hecke (Koppel zur Straße) haben Ina und ich gepflanzt, eine Buche, die viel zu dicht am Haus wuchs, versetzt, Knick ausgelichtet, auf der Koppel einen kleinen Birken-Kiefernhain angelegt, zwecks Schattenspende im Sommer. Die letzten Obstbäume trudeln gerade ein. Im Frühling gibt’s dann Bilder, zum Beispiel von ganz vielen Dörnern (Schwarzdorn, Weißdorn, Sauerdorn, Sanddorn), Wildapfel, Felsenbirne, Blutpflaume, Holunder, Esskastanie, Weide, Besenginster, Zaubernuss, Kornelkirsche, Hagebutte und wahrscheinlich noch mehr. Die Heckenpflanzen, sofern nicht geschenk, kamen natürlich von Eggert. Dann haben wir ja unseren Holstenniendorfer Kanalapfel (aus einem Reis eines dort verwilderten Apfelgebüschs) und Clapps Liebling, aus dem Nachbarort haben wir heute noch Kirsche und Apfelquitte geholt; Boskoop und Hauszwetschge werden den kleinen Obstgarten abrunden. Von den Johannis-, Stachel-, Heidel- und sonstigen Beeren mal abgesehen.
Hatte ich erwähnt, dass wir hier einen kleinen Eschensämling gefunden haben, schon beim Einzug? Der freut sich schon lange unten am Bach über ein neues Zuhause.
Vielen Dank unseren Eltern, die immer wieder die Kinder hüten und mit anpacken.
Und jobtechnisch? Vier Monate intensives Webprojekt haben sich gelohnt: Guck mal, hier arbeite ich.
-->JWD – ziemlich genau zwischen Rendsburg, Neumünster, Itzehoe und Heide … auf der holsteinischen Geest … am Südhang der Eiderniederung … die freilich längst durch den Nord-Ostee-Kanal (Kiel Canal) dominiert wird. Mit der Bahn (Heide–Neumünster) sind wir gut zu erreichen … aber etwas weiter weg von der Autobahn. Alles klar?